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Dem Himmel ganz nah 

von Wellness-Tribune.de

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Quelle: w-t/Karin Katzenberger-Ruf

Neben dem Buffet steht ein Körbchen mit Lesebrillen – zur Selbstbedienung. Wer im Gourmet-Restaurant „Mathis Food Affairs“ bereits blind einen Flammkuchen mit Trüffeln bestellt hat, mag sich nun trotz Brille auf der Nase verwundert die Augen reiben. Schließlich kostet so ein Teil stolze 98 Schweizer Franken. Vielleicht kommt zu dem Preis gleich ein Promi durch die Tür? Boris Becker war jedenfalls auch schon im höchstgelegenen Gourmet-Restaurant Europas zu Gast.

Dieses liegt auf 2.486 Metern Höhe an der Bergstation der Corviglia-Bahn über St. Moritz. Inhaber ist der Spitzenkoch Reto Mathis, der auf dem 1967 erbauten Anwesen mit hunderten von Sitzplätzen auch preisgünstigere Speisen und Getränke anbietet und über sich selbst sagt: „Ich behandle jeden gleich respektvoll, schließlich sind 95 Prozent unserer Gäste ganz normale Leute.“

Ende März im Engadin: Über Nacht hat es geschneit und die fantastische Bergwelt nochmals in ein Paradies für Wintersportler verwandelt. Die weitläufigen Skigebiete zwischen Corviglia, Corvatsch, Furtschellas und Diavolezza sind eigentlich nicht zu toppen, der Blick von den Gipfeln auf die eisbedeckte Seenlandschaft einfach grandios. Zumal wenn die Sonne scheint und das tut sie in diesem Teil der Schweiz laut Statistik besonders oft. Doch auch die Nacht hat ihre Reize. Bei der „Snow-Night“ ist die Mittelstation des Corvatsch Start für die Abfahrt bei Flutlicht auf frisch präparierten Pisten.

Vom Schneetreiben in dieser Nacht lassen sich nur wenige abschrecken. „Super-Pistenverhältnisse“ ist immer wieder zu hören. Manche machen zum Aufwärmen kurz Zwischenstation im Restaurant, wo eine Country-Band für heiße Rhythmen sorgt. Andere nehmen sich vor, noch ein paar Talabfahrten zu machen. „Wenn ich jetzt Pause mache, was trinke und esse, will ich wahrscheinlich nicht mehr raus“ meint eine junge Frau und nimmt sich vor, wenigstens bis 22 Uhr auf der Piste zu bleiben.

w-t/Karin Katzenberger-Ruf Und wo könnte man im Engadin Quartier beziehen? Zum Beispiel im Grand Hotel Kronenhof in Pontresina. Das Haus der Luxusklasse entstand ab 1848 aus dem Gasthaus „Rössli“ und wurde kontinuierlich erweitert. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts verfügte es über 350 Gästebetten und einen Tennisplatz. Und heute? Da ist nach aufwändiger Renovierung die „Belle Epoque“ immer noch spürbar. Vor allem im Speisesaal. Die Winter-Olympiaden 1928 und 1948 lockten ein zahlungskräftiges Publikum aus aller Welt nach Pontresina. Denen hätte der Wellness-Bereich sicher auch gefallen.

Die Gäste von heute schwimmen dort im Becken mit Gegenstromanlage und Unterwassermusik, Panorama-Blick auf die Berge inklusive. Im großen Whirlpool-Becken ist immer ein Plätzchen frei und die hübsch gestaltete „Kneipp-Anlage“ mit Warm- und Kaltwasser, die vor dem Sauna-Bereich den Gang entlang führt, ist einfach eine Wucht. Im Grand-Hotel Kronenhof hat man aber auch ein Herz für Kinder. Sie können abseits aller Etikette im eigenen bunten Speisezimmer tafeln.

Außerdem gibt es im Grand-Hotel die einzige Kegelbahn des Engadins. Noch ein Schmankerl zum Schluss: Im Restaurant „Mathis Food Affairs“ kann man auch heiraten. Inhaber Reto Mathis hat nämlich das Kapitänspatent und ist Präsident eines Yachtclubs. Auch dieser ist ein Superlativ und nennt sich der „höchstgelegene“ der Welt. Vor dem Restaurant ging jedenfalls die zehn Meter lange „Swiss Craft Sedan Express Cruiser“ vor Anker – das ist nicht nur für Brautpaare Seefahrer-Romantik vor Gebirgskulisse.

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