Kaum ein hochprozentiges Getränk ist weltweit so populär wie der Whisk(e)y. Nachdem bis in die 80er-Jahre hinein vor allem Blended Whiskys, also aus verschiedenen Sorten gemischte Whiskys, beliebt waren, sind es spätestens seit den 90ern die Single Malts, die sich einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreuen. Und die sind eine Wissenschaft für sich.
Vermutlich waren es Mönche, die das Geheimnis der Destillation im 5. Jahrhundert nach Schottland und Irland brachten.
Bald schon stellten die dort ansässigen Kelten das „aqua vitae“, also Lebenswasser, selber her, das auf Gälisch „uisge-beatha“ hieß – woraus im Laufe der Zeit „Whisky“ (in den USA und Irland übrigens „Whiskey“) wurde. Erstmals wurde der Whisky 1494 erwähnt, der damals noch als Nebenprodukt aus überschüssiger Futtergerste hergestellt wurde. Man lernte aber bald die Qualität und nicht zuletzt auch die Wirkung der Spirituose schätzen und bis ins 19. Jahrhundert produzierten unzählige Brennereien den erst 1823 legalisierten Whisky.
Whisky ist ein Destillat aus Getreide und Wasser, wobei bei Malt Whisky ausschließlich gemälzte Gerste verwendet wird, im Gegensatz zum „Grain“ aus ungemälzter Gerste oder gar dem amerikanischen „Bourbon“, der aus Mais hergestellt wird.
Beim Malt Whiskey wird die Gerste durch die Zugabe von Wasser zum Keimen gebracht und anschließend über Feuer, möglichst mit Torf, getrocknet. Beim anschließenden Maischen wird das so gewonnene Malz gemahlen und mehrfach mit heißem Wasser aufgegossen, um den Zucker herauszulösen. Im Anschluss gärt das Gebräu einige Tage bis es schließlich in den Brennblasen, den Pot Stills, in mehreren Durchgängen destilliert wird. Das Ergebnis ist ein Whisky mit einer Alkoholstärke von bis zu 75 Prozent, der nun in der Regel einige Jahre im Fass reifen muss, bis er schließlich mit Quellwasser verdünnt in Flaschen abgefüllt wird.
Die verschiedenen Lagermethoden (Eichenfass, Sherryfass, usw.), die Verwendung des Wassers, aber auch bereits das Malzen und Maischen beeinflussen den Geschmack, so dass jeder Whisky der rund 100 Destillerien in Schottland anders schmeckt. Die Nuancen gehen von rauchig über torfig bis fruchtig und würzig. Der Titel „Scotch Single Malt“ darf am Ende nur auf dem Label stehen, wenn der aus einer einzigen schottischen Destillerie stammt. Die berühmtesten Hersteller sind Glenmorangie, Bowmore und natürlich Glenfiddich, deren Single Malts schon lange vor dem Whisky-Boom sehr beliebt war.
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