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Sardinien
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Das etwas andere Italien 

von DuMontReise.de

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Quelle: © Fotolia/maurosanna

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Das Festland befindet sich in einiger Entfernung, und damit auch einige typische Merkmale Italiens. Kurz: Auf Sardinien wird anders gesprochen, anders gewählt und anders gelebt wie auf dem „Stiefel“. Große Metropolen und Industriestandorte sind hier ebenso Fehlanzeige wie ewig lange Sandstrände mit Dutzenden Liegestuhlreihen. Trotzdem ist die Insel gut erreichbar, seit diesem Sommer auch mit der Lufthansa, die jetzt Nonstopflüge von Frankfurt nach Olbia anbietet.

© Fotolia/Farida Auch die Geologie ist anders. Vor allem im Norden der Insel sorgen riesige rundgeschliffene Granitblöcke für eine unvergleichliche Kulisse. Nicht nur beim berühmten „Bärenkopf“, einem 122 Meter hohen Naturdenkmal, sehen die Felsen aus wie Herden versteinerter Walrösser am Ufer, die je nach Quarzkristalleinschluss in den verschiedensten Farben schillern. Schillernde Schätze ganz anderer Art stellen die drei Hauptorte Sardiniens dar: die Inselkapitale Cagliari, Alghero, dessen historische Altstadt von dicken Mauern umschlossen wird, und das boomende Olbia im Nordosten.

Olbia: Tor zur Cosat Smeralda

Nicht zuletzt dank verbesserter Flugverbindungen wird vor allem Letztere immer beliebter bei Touristen – schätzen diese doch die gute Lage als Tor zur Costa Smeralda sowie die guten Restaurants und Bars der Altstadt rund um den Corso Umberto. Bereits am frühen Abend kann man hier herrlich das mediterrane Leben studieren, mit einem Drink in der Hand. Die sogenannte Passeggiata, bei der man sich zum Sehen und Gesehenwerden ordentlich herausputzt, ist in Porto Cervo aber noch viel stärker ausgeprägt. Im nördlich von Olbia gelegenen Nobelort trifft sich, trotz Einführung der vieldiskutierten Luxussteuer nach wie vor die politische und gesellschaftliche Prominenz, von Flavio Briatore über Silvio Berlusconi bis Rod Stewart und Co. Bill Gates, mit geschätzten 53 Milliarden US-Dollar immerhin noch zweitreichster Mensch der Welt, hingegen soll von seinen Sardinien-Yachtplänen abgelassen haben, angeblich wurde es ihm zu teuer.

Es geht auch günstig

Wer nach Porto Cervo, dem in neosardischer Architektur erbauten Zentrum der unter strengen baulichen Auflagen stehenden und mit Auszeichnungen dekorierten Costa Smeralda, kommt, darf sich in der Tat nicht über hohe Preise wundern. Das geht los beim Espresso in der einfachen Bar, wird überdeutlich in den sündteuren Nobelboutiquen der verwinkelten Fußgängerpassage und findet auch in der Marina seinen Niederschlag. Wer es günstiger mag, findet jedoch genug Alternativen in nicht allzu weiter Entfernung – im Landesinneren erst recht.

Oder im nordöstlich gelegenen Maddalenen-Archipel, trotz nur weniger Kilometer Entfernung eine Art Gegenentwurf zu Porto Cervo. Hier die Smaragde, dort das smaragdgrüne Meer. In Porto Cervo die Edeldiscotheken und Gelage liebenden Berlusconis und Briatores dieser Welt, in den Maddalenen die Wind und Wasser liebenden Abenteurer. © Fotolia/puntofeel Hier der Rummel, dort die Ruhe. Was allein daran liegt, dass die meisten Maddalena-Eilande zu schroff und zu winzig sind, um überhaupt bewohnt zu werden. Gerade einmal sieben von über 60 kommen dafür in Frage. Doch in dem 1994 gegründeten Nationalpark des La-Maddalena-Archipel gibt es für Urlauber nicht nur tolle (zum Teil rosafarbene) Strände, sondern auch eine Reihe netter Übernachtungsmöglichkeiten, vom Appartement über kleine Hotels bis zum Ferienclub. Die beste Art, die Maddalenen und generell die sardische Küste kennenzulernen, stellt ein Trip mit dem Segelboot dar. Denn die schönsten Buchten sind eben nur per Boot erreichbar. Gut zu wissen: Wer nicht selbst segeln kann oder einen segelnden Freund oder Kollegen kennt, kann sich einen Skipper mieten, der dann die selbst zusammengestellte Bootsgruppe nach Lust und Laune umherchauffiert.

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