Direkt am Fuß des Schlossberges liegt das historische Zentrum der Stadt Blankenburg voller fachwerklicher Bauten. Im Mittelalter erfuhr die Stadt eine wirtschaftliche Blütezeit, sodass die Häuser mit einer stabilen Bausubstanz erbaut wurden, die bis zum heutigen Tag erhalten ist. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Blankenburg immer mehr zum Kurstädtchen.
Das Ensemble der Blankenburger Schlossgärten umfasst rund 107 Hektar und ist nicht nur eines der größten, sondern auch eines der schönsten in ganz Sachsen-Anhalt. Besonders sehenswert sind das große und das kleine Schloss in Blankenburg. Das große Schloss thront mit seiner
barocken Eleganz auf dem 305 Meter hohen Kalkberg, der von den Bewohnern nur „Blanken Stein“ genannt wird. Über 800 Jahre lang, wurden von diesem Ort aus die politischen Geschicke des Landes gelenkt. Es wurde im Jahr 1123 erbaut und brannte am 19. November 1546 bis fast auf die Grundmauern nieder. 1705 begann schließlich der Umbau. Das Schloss beherbergte viele Herzogs- und Grafengeschlechter, so lebte Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel dort, die spätere Mutter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Der Hof des Schlosses war schon damals für seine rauschenden Feste und Theateraufführungen berühmt. Das kleine Schloss befindet sich am Ostrand der Altstadt. Es wurde um 1725 errichtet und liegt inmitten eines barocken Terrassengartens. Heute beherbergt das kleine Schloss ein Museum.
Der Harz ist nicht nur für seine Geschichte und seine Burgen und Schlösser bekannt, sondern auch für seine außergewöhnlichen Wanderwege. An 222
Stempelstellen im Harz können Stempel gesammelt werden, um die Harzer Wandernadel in Gold, Silber und Bronze zu erlangen. Ab 50 Stempel kann sich jeder Wanderer zum Wanderkönig „krönen“ lassen, dessen Abzeichen durch einen eingearbeiteten Bergkristall zum Unikat wird. Für besonders Ehrgeizige gibt es einmal im Jahr eine besondere Auszeichnung: Wer alle 222 Stempelstellen passiert hat, kann sich zum Wanderkaiser ernennen lassen.
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