Alberta gilt offiziell zwar als die westlichste Prärieprovinz Kanadas, bietet aber verschiedenste Landschaftsformen auf engstem Raum. Abwechslungsreiche Reisen führen durch dunkle Nadelwälder und grüne Graslandschaften, vorbei an schroffen Bergzügen und türkisblau leuchtenden Seen. Inmitten dieser naturbelassenen Gegend kann man über Gletscher wandern, Bisonherden beobachten und Dinosaurierknochen bewundern.
Um diese Auswahl an unterschiedlichen Naturschönheiten zu erhalten, stehen viele Regionen unter Naturschutz, und einige wurden sogar als UNESCO-Welterbe
deklariert. Reisende können ganz nach persönlichen Vorlieben aus einer Fülle an Naturspektakeln auswählen. Viele zieht es in die großen Nationalparks an der Westgrenze von Alberta, die von den Ausläufern der Rocky Mountains geprägt sind. Kanadas ältestes Schutzgebiet ist der Banff National Park, der seine Entstehung den heißen Schwefelquellen am Fuße des Sulphur Mountain verdankt. Er kombiniert atemberaubende Landschaften in den Rocky Mountains mit leichter Erreichbarkeit und langer touristischer Tradition. Der Icefields Parkway, einer der weltweit schönsten Hochgebirgsstraßen, verbindet Lake Louise im Banff National Park mit Jasper im Jasper National Park, dem größten Nationalpark in den Rocky Mountains. Beide Schutzgebiete gehören zum UNESCO Weltnaturerbe und zählen zu den Canadian Rocky Mountains Parks.
Um bedrohte Lebensräume zu schützen und die Wildnis zu erhalten, wurden auch der Waterton Lakes National Park, der Wood Buffalo National Park, der Dinosaur Provincial Park und der Büffelsprung Head-Smashed-In Buffalo Jump zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Besucher können hier nicht nur aktiv die Natur in ihrer spektakulärsten und unangetasteten Form erleben, sondern gleichzeitig bei Führungen viel Wissenswertes über sie erfahren. Der Wood Buffalo National Park verfügt über riesige freilebende Bisonherden, Salzebenen und bizarre Landschaften aus Gipskarst, und im Dinosaur Provincial Park warten Fossilienfunde von 35 Dinosaurierarten, die dort vor 75 Millionen Jahren lebten.
Neben den nationalen Schutzzonen bietet Alberta in 69 Provinzparks, 250 Erholungsgebieten und mehreren hunderten Stadtparks in Edmonton, Calgary und anderen Gemeinden weitere Naturerlebnisse. Einen guten Überblick und kostenloses Informationsmaterial liefert die eigens eingerichtete Internetseite Gateway to Alberta’s Parks, die Touristen eine kleine Hilfestellung bei der Auswahl gibt.
Beliebte Fotomotive und kleine Naturwunder sind zudem die meist durch Gletscherwasser entstandenen Seen, von denen jeder einzigartig ist.
Die Temperatur des Maligne Lake im Jasper National Park steigt beispielsweise nie über 4 Grad Celsius, weshalb sich unzählige Regenbogenforellen darin äußerst wohl fühlen. Durch sein milchig-grün erscheinendes Wasser schaffte es der Moraine Lake im Banff National Park sogar als Abbildung auf die kanadische 20-Dollar-Note. Nicht weit von ihm entfernt liegt der als Perle der Rockies bekannte gewordene Lake Louise mit seinem türkisblauen Wasser vor der traumhaften Gletscherkulisse des Mount Victoria sowie der etwas kleinere Bergsee Peyto Lake. Der größte Gletschersee im Banff National Park, der Lake Minnewanka, lädt im Sommer zu einer Runde Bootfahren oder zum Schwimmen im glasklaren Wasser ein.
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