Es gibt viele Gründe, Hamburg zu besuchen. Einer ist der Hamburger Hafen. Wo sonst findet sich das Flair der großen weiten Welt mit haushohen Containerschiffen, tutenden Barkassen, nach Kaffee duftenden Lagerhauskomplexen, Teespeichern, kreischenden Möwen mitten in einer deutschen Großstadt? Wer den Hafen kennenlernen möchte, sollte sich in eine Barkasse setzen und den Erklärungen des Schippers während einer einstündigen Hafenrundfahrt lauschen. Ein Spaziergang entlang der St.-Pauli-Landungsbrücken, in der Speicherstadt, am Fischmarkt und dem Elbstrand rundet den Hafenbesuch ab. Wo es am schönsten ist? Überall und das zu jeder Jahreszeit!
Hamburg ist mit ihren Alleen, Parks und Wäldern eine der grünsten Städte Deutschlands. Neben dem riesigen Stadtpark und dem schönen Alsterpark gibt es noch 25 weitere Grünanlagen sowie 900 km Wanderwege. Viele Straßen sind von Bäumen und Büschen gesäumt. Botanische Gärten zeigen Planten un Blomen satt. Und auch die zur Landschaft gewordene Parkanlage des Ohlsdorfer Friedhofs beeindruckt den Besucher. Als eine der größten Begräbnisstätten der Welt, mit eigenem Straßensystem und städtebaulich beachtenswerter Gestaltung, wurde der Ohlsdorfer Friedhof schon 1900 auf der Pariser Weltausstellung mit einem “grand prix” ausgezeichnet.
Hamburg ist die Großstadt mit dem schönsten See in der Mitte, der Binnen- und Außenalster. Wenn alle Jahre wieder einmal die Alster zufriert, ist der Jubel groß: Die Bürger der gegenüberliegenden und durch das Wasser voneinander getrennten Stadtteile Harvestehude, St. Georg, Winterhude und Eppendorf treffen sich mit den übrigen Hanseaten zu einem fröhlichen Stelldichein auf dem Eis und feiern die ›Wiedervereinigung auf Zeit‹ mit Grog und heißen Würstchen. Hamburg ist eben zu jeder Zeit dem Wasser verbunden. So durchqueren Fleete und Kanäle die Elbmetropole, und Hamburg hat mehr Brücken als Venedig, London und Amsterdam zusammen, insgesamt über 2500. Weltspitze!
Apropos Welt: Zur übrigen Welt hat die Stadt schon immer gute Verbindungen gehabt, nicht nur zur Zeit der Hanse. So haben Bedeutung und Umfang des Außenhandels dazu beigetragen, dass Hamburg heute einer der größten Konsularplätze der Welt ist. Es gibt derzeit in der Freien und Hansestadt Hamburg um die 100 akkreditierte Konsulate und konsularische Vertretungen, von Ägypten bis Zypern.
Dass die Hamburger sich aufs Handeln verstehen, zeigt auch ein Blick in den Hafen über die Kaimauern hinweg. Containerschiffe, Tanker, vereinzelt Windjammer, Barkassen – und was sonst noch so alles schwimmt – machen am Unterlauf des Elbstroms fest. In den Speichern des Freihafens treffen Kaufmannsgeist und Hamburger Original aufeinander. Per Handschlag werden die Geschäfte beschlossen – was abgemacht wurde, wird eingehalten. Doch lebt die Stadt nicht ausschließlich vom Handel. Sie ist Industriestandort und außerdem Medienplatz Nummer eins in Deutschland – zumindest was die Bereiche Print und Hörfunk anbelangt. Von den 20 größten Publikumszeitschriften Deutschlands erscheint die Mehrzahl in Hamburg. Viele der großen Verlagshäuser sind hier angesiedelt.
Dass die Stadt auch zu kreativen Höhenflügen motiviert, hat sich schon lange herumgesprochen. Insofern ist es auch keine Überraschung, dass auf Hamburger Werbeagenturen in den letzten Jahren ein Preissegen ohnegleichen niederging. Deutschlands erfolgreichste Modemacher arbeiten und leben, wie könnte es anders sein, natürlich in der Hansestadt. Auch der im ›Pariser Exil‹ weilende Lagerfeld besucht die Stadt immer wieder gerne, schließlich ist er in Blankenese aufgewachsen.
Das Geld, das in der Stadt verdient wird, muss natürlich unter die Leute gebracht werden. Die Verführung, sein schwer verdientes Geld wieder loszuwerden, ist hier groß: Die Stadt hat nicht nur schicke, feine, ungewöhnliche und ausgefallene Geschäfte, sondern auch die meisten und vielleicht schönsten Ladenpassagen Europas.
Sehen und gesehen werden ist Trumpf in Hamburgs City, das gilt auch nach Geschäftsschluss und am Wochenende, aber bitte nicht auffallen. In hanseatischen Kreisen liebt man halt das Gediegene. Man trägt hanseatisch dunkelblau, den Pelz nach innen und die klassische Perlenkette nach außen, obwohl die Jeunesse dorée das nicht mehr ganz so eng sieht. Immerhin hat die Stadt die zweithöchste Cabrio-Dichte Deutschlands. Vielleicht liegt es am Wetter, denn kaum bekannt, aber wahr: Hamburg hat mehr Sonnentage als München und weniger Regentage als Köln.
Hamburg ist die Musicalhauptstadt Europas. Hier sind die Nächte lang, die Stadt kennt keine Sperrstunde. Die Stadt lebt und kann begeistern. Das ist auf dem sonntäglichen Fischmarkt von St. Pauli ebenso ansteckend wie beim eleganten Deutschen Derby oder auf dem alljährlichen Hafengeburtstag. ›Leben und leben lassen‹ war und ist in Hamburg die großzügige Devise. Und als freigebig erweist sich die Stadt auch heute gegenüber dem Besucher, denn ein bisschen vom hamburgischen Lebensgefühl kann jeder mit nach Hause nehmen …
Für Eisenbahnfans ist das MiniaturWunderland in der Speicherstadt ein Muss. 5000 m Gleisanlage, 450 Züge, 7000 Anhänger und 20 000 Lämpchen begeistern immer wieder “große” und kleine Kinder (tgl. 10–18 Uhr, Di bis 21 Uhr).
1. St. Michaelis Hamburg, Hamburg
2. Der Bonscheladen Hamburg, Hamburg
3. Uebel & Gefährlich Hamburg, Hamburg
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